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Dez 22

Pünktlich zu Weihnachten

Pünktlich zum Fest der Liebe und des Friedens, wird im Land der unbegrenzten Möglichkeiten über eine Verschärfung, oder nennen wir es besser, eine Veränderung des Waffengesetzes nachgedacht. Zumal es wohl eher so scheint, als das nur Präsident Obama darüber nachdenkt. Während die eine Hälfte des Landes noch völlig schockiert ist, über das Massaker des Amoklaufs in einer Schule in Newtown, baut die andere Hälfte schon an Argumenten für mehr Waffen.

Die Waffenlobby in Form der NRA versucht, logischerweise, ihre Position zu verteidigen. Das sie hierbei auf so unlogische Argumente zurück greift, wie „ein böser Mensch mit Waffen, kann nur von einen guten Mensch mit Waffen“ gestoppt werden, scheint sie nicht sonderlich zu kümmern. Stellt sich mir doch die Frage, was macht ein „guter“ Mensch mit einer Waffe? Blumen gießen??? Oder wird ein „guter“ Mensch mit einer Waffe, nicht automatisch ein „böser“ Mensch? Gut, so kann man das wahrscheinlich nicht betrachten, denn sonst wäre ja jeder Polizist automatisch böse und so ist es definitiv nicht.

Vielleicht verstehen wir aber auch die amerikanische Denke einfach nicht. Es ist leicht zu sagen, es wären nicht so viele Menschen umgekommen, wenn die Lehrer bewaffnet gewesen wären, aber wo soll das hinführen. Man muss bei dieser Variante einfach mal bedenken, wäre der Lehrer überhaupt in der Lage eine Waffe zu bedienen, oder noch eher, in der Lage einen Menschen zu erschießen? Wenn man den einen oder anderen Bericht aus amerikanischen Schulen hört, stellt sich mir die Frage, was macht die Lehrkraft sonst noch so, wenn er eine Waffe in der Tasche hat…? Schüler bedrohen, die nicht anständig dem Unterricht folgen? So abwegig finde ich diesen Gedanken nun nicht.

Ich für meinen Teil denke, dass eher andersrum ein Schuh draus wird. Auch bei uns gab es in der Vergangenheit, leider, schon Schüler die Amok gelaufen sind, aber eine Lockerung über den Besitz von Waffen, kam hier nie zur Debatte. Waffen verbieten, deutliche Auflagen über das Verwahren von Waffen, so sollte es sein. Es kann nicht angehen das junge Menschen ohne große Probleme zu Waffen kommen und ich gebe zu bedenken, dass trotz aller Liebe zum Internet und PC-Games man nicht verlernen sollte, dass unser Leben und das Leben eines jeden Anderen real ist. Wir sollten nicht verlernen auf unser Gegenüber zu achten, unsere Antennen mal auf Empfang zu stellen und vielleicht zu merken, hier ist ein Mensch, mit dem stimmt etwas nicht. Möglicherweise kann man durch Achtsamkeit und Hilfsbereitschaft, deutlich mehr Katastrophen verhindern, als mit der Waffe im Kleiderschrank. Letztlich hat doch jeder das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Leben.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

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